Jesus ist gemäß der Bibel der Sohn Gottes

Auf den Punkt gebracht: Gemäß der Bibel ist Jesus Christus der erschaffene, einziggezeugte Sohn des allmächtigen Gottes Jehova. Er hatte einen Anfang und ist Gott untergeordnet. Die Bezeichnung verdeutlicht eine liebevolle Vater-Sohn-Beziehung und keine leibliche Zeugung im menschlichen Sinne, womit sie auch für andere Glaubensrichtungen verständlich ist.

Die Frage nach der Identität Jesu Christi bewegt Gläubige weltweit. Bezeichnet die Heilige Schrift Jesus als Gott selbst oder als seinen Sohn? Ein genauer Blick in die biblischen Schriften offenbart eine klare und harmonische Lehre über die Stellung Jesu gegenüber seinem himmlischen Vater.

Die Bibel bezeichnet Jesus als Sohn Gottes

Wie zeigt die Bibel, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

In der Broschüre „Liebt Menschen“ von Jehovas Zeugen findet man unter Anhang A („Wahrheiten, über die wir gern sprechen“) treffende Bibelstellen zu diesem Thema. Unter der Rubrik Jesus steht dort eine übersichtliche Auswahl zentraler Punkte bereit:

  • Jesus war ein außergewöhnlicher Lehrer
  • Er hat Ereignisse vorhergesagt
  • Jesus ist Gottes Sohn
  • Er ist nicht der allmächtige Gott

Wählt man dort den Punkt „Jesus ist Gottes Sohn“ aus, wird unter anderem der Vers aus Matthäus 16, Vers 16 angeführt. Dort heißt es unmissverständlich:

„Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Dieser Bibelvers zeigt deutlich, dass der Christus der Sohn Gottes ist. Diese Erkenntnis ist beispielsweise auch für Moslems von großem Interesse, da sie die Evangelien als heilige Schrift akzeptieren. Wenn die Evangelien – wie auch im Koran bestätigt – heilige Schriften sind, stellt sich die Frage: Wie ist der Begriff „Sohn Gottes“ richtig zu verstehen?

Wichtiger Kontext für das interreligiöse Verständnis:
Es ist entscheidend zu verstehen, wie diese Bezeichnung gemeint ist: Jesus ist eine Schöpfung Gottes, vergleichbar mit Adam. Wenn diese biblische Bedeutung klar ist, steht sie nicht im Widerspruch zum allgemeinen Verständnis von Muslimen. So können auch Moslems diese Wahrheit akzeptieren und sich darüber freuen, dies aus der Bibel zu erfahren.

Eine weitere zentrale Bibelstelle findet sich in Johannes 3, Vers 16:

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht vernichtet wird, sondern ewiges Leben hat.“

Dieser Text unterstreicht, dass Jesus der einziggezeugte Sohn des allmächtigen Gottes Jehova ist. Ergänzend dazu zeigt das Bibelbuch 1. Johannes 4, Vers 15 die enorme Tragweite dieser Anerkennung:

„Wer anerkennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, mit dem bleibt Gott verbunden und er mit Gott.“

Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, Jesus persönlich als Sohn Gottes anzuerkennen – eine Information, die sowohl für Muslime als auch für Menschen, die an die Dreieinigkeit glauben, von hoher Relevanz ist.

Der Unterschied zwischen Zwillingen und Vater und Sohn

Wie würde man ausdrücken, dass eine Person mit einer anderen völlig gleich ist? Und wie drückt man aus, dass sie unterschiedlich, eigenständig und der anderen Person untergeordnet ist?

Es hat einen klaren Grund, warum in der Bibel von einem Sohn Gottes die Rede ist und nicht von Zwillingen. Dieser offensichtliche Unterschied zwischen Zwillingen sowie Vater und Sohn belegt, dass die Lehre der Dreieinigkeit, wie sie von vielen Religionen gelehrt wird, biblisch nicht richtig sein kann.

Doch warum wird Jesus Christus in der Bibel als Sohn Gottes bezeichnet?

Der Hauptgrund liegt darin, dass Jesus Christus von Gott erschaffen wurde. Aus ähnlichen Gründen wurden auch andere Geistgeschöpfe, die von Jehova Gott erschaffen worden sind, als Söhne Gottes bezeichnet. Auch Adam wird in der Bibel als Sohn Gottes bezeichnet (Lukas 3:38; Hiob 1:6, 2:1, 38:7; 1. Mose 6:2,4).

Experten-Analyse zur Stellung Jesu:
Jesus Christus hatte einen Anfang – im klaren Gegensatz zu Jehova Gott, der keinen Anfang und kein Ende hat. Jesus strebte auch niemals danach, seinem himmlischen Vater gleich zu sein. Er betonte selbst ausdrücklich, dass der Vater größer sei als er.

Dass Jesus Christus Jehova Gott stets als seinen Vater bezeichnet, stimmt perfekt damit überein, dass Jesus als Sein Sohn bezeichnet wird. Jesus Christus ist also in dem Sinne ein Sohn Gottes, als dass er von Jehova Gott direkt erschaffen worden ist.

Warum die Bezeichnung Sohn Gottes für Jesus Christus nicht anstößig ist

Man sollte nicht irrtümlich annehmen, dass Jesus ein Sohn Gottes im rein menschlichen Sinne ist. Jehova Gott benötigte zur Erschaffung von Geistsöhnen keine andere Person oder Partnerin, wie das bei Menschen der Fall ist.

Wenn man versteht, dass „Sohn Gottes“ die Bedeutung hat, dass Jesus von Jehova Gott erschaffen worden ist, verliert der Begriff jegliche Anstößigkeit und wird für jeden aufrichtigen Sucher nach Wahrheit nachvollziehbar.

Antworten auf Fragen

Welche Bibelstelle belegt direkt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
Unter anderem zeigt Matthäus 16:16 dies deutlich mit den Worten: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Auch Johannes 3:16 bestätigt, dass Jesus der einziggezeugte Sohn des allmächtigen Gottes Jehova ist.

Wie unterscheidet sich das biblische Verständnis der Beziehung zwischen Gott und Jesus von der Dreieinigkeit?
Die Bibel spricht von einem Vater und einem Sohn und ausdrücklich nicht von Zwillingen. Dies zeigt eine klare Unterscheidung und Unterordnung: Jesus hat einen Anfang, wogegen Jehova Gott ohne Anfang und Ende ist. Zudem bestätigte Jesus, dass der Vater größer ist als er.

Warum ist die Bezeichnung „Sohn Gottes“ für Muslime und andere Glaubensrichtungen nicht anstößig?
Weil Jesus nicht im menschlichen Sinne durch zwei Personen gezeugt wurde, sondern von Jehova Gott erschaffen wurde – ähnlich wie Adam oder andere Geistgeschöpfe. Dieses Verständnis als Schöpfung steht im Einklang mit den Evangelien und nimmt der Bezeichnung jegliche Anstößigkeit.

Welche Rolle spielt die Broschüre „Liebt Menschen“ beim Verständnis dieser Bibelstellen?
Die Broschüre „Liebt Menschen“ von Jehovas Zeugen bietet in Anhang A unter „Wahrheiten, über die wir gern sprechen“ eine strukturierte Zusammenstellung. Dort werden Themen wie „Jesus war ein außergewöhnlicher Lehrer“, „hat Ereignisse vorhergesagt“, „ist Gottes Sohn“ und „ist nicht der allmächtige Gott“ übersichtlich behandelt.